Eine Klinik mit großer Tradition
Die Psychiatrische Klinik der LMU wurde 1904 unter E. Kraepelin im Herzen der Stadt München eröffnet. Unter ihrem Dach haben viele berühmte Forscher der Psychiatrie zu entscheidenden Fortschritten verholfen und dadurch den Patienten auch neue Therapiemöglichkeiten anbieten können.
Hier arbeiteten u.a. E. Kraepelin (1856-1926) und A. Alzheimer (1864-1915).
Kraepelin gilt als einer der Begründer der modernen Psychiatrie als klinischer wie wissenschaftlicher Disziplin. Er wurde insbesondere bekannt für seine Unterteilung der endogenen Psychosen in schizophrene und manische Erkrankungen. A. Alzheimer erkannte und beschrieb als erster die nach ihm benannte senile Demenz.
Das zur Jahrhundertwende von dem Architekten M. Littmann (der u.a. das Prinzregententheater entwarf) im Gründerzeitstil errichtete Klinikgebäude steht heute unter Denkmalschutz.
Es wird als Kraepelingebäude ("Altbau") bezeichnet und dient nach seiner Anfang 1998 abgeschlossenen Renovierung im Wesentlichen als Funktions- und Forschungsbau. Außerdem sind dort die Poliklinik und ein Teil der Spezialambulanzen untergebracht. Nahtlos geht der Altbau in den im postmodernen Stil gebauten Neubau über, der als Bettenhaus mit 200 Plätzen dient.
Alt- und Neubauten gruppieren sich um mehrere Gartenanlagen mit altem Baumbestand.
Psychiatriehistorische Arbeitsgruppe:
Prof. H. Hippius, Prof. N. Müller, Dr. G. Neundörfer