Startseite » Über uns » Ambulanter Bereich » Spezialambulanz der Robert Vogel Stiftung

Spezialambulanz der Robert Vogel Stiftung

Leitung

Prof. Dr. Peter Falkai
Prof. Dr. Oliver Pogarell
Prof. Dr. Nikolaos Koutsouleris
PD Dr. Alkomiet Hasan

Mitarbeiter

Dr. Dr. med. Henning Peters (Ambulanzarzt)
Dipl.- Psych. Jana Nolden (Psychologische Psychotherapeutin)
M.A. Max Mayer (Sozialpädagoge)
Jenny Zeumer (Sozialpädagogin i. Ausb.)
Moritz Lembeck (Dipl. Sportwissenschaftler)
Marc Frericks (Genesungsbegleiter)
Annette Schuster (Yogalehrerin, BDY, freie Mitarbeiterin)
Monika Boriss (Fitnesstrainerin, freie Mitarbeiterin)


Schwere affektive oder psychotische Erkrankungen beginnen zum Teil bereits in frühen Lebensjahren. Sie beeinträchtigen die sozialen und beruflichen Entwicklungsmöglichen der Betroffenen. Um dem möglichst frühzeitig entgegen zu wirken, wurde von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Falkai das Programm CHANCE entwickelt, welches von der Robert Vogel Stiftung  getragen wird. Die Spezialambulanz Robert Vogel bietet ein kostenloses und ganzheitliches Programm, das im Wesentlichen aus vier Modulen besteht:

  1. Ärztliche Anbindung mit Krisenambulanz.
  2. Psychotherapeutische Betreuung mit verhaltenstherapeutischer Einzeltherapie,  gruppentherapeutischem Angebot und psychosozialer Therapie.
  3. Arbeit und Soziales: Wir unterstützen Sie beim beruflichen Ein- und Wiedereinstieg, bei Behördengängen und Antragsverfahren und bieten Ihnen verschiedene Gruppenangebote und Ausflüge an.
  4. Sport, Freizeit und Ernährung: Wir bieten Ihnen ein umfangreiches Sportprogramm mit Yoga- und Fitnesskurs sowie Laufgruppe. Das Freizeitangebot umfasst Ausflüge wie beispielsweise Wandern, Fahrradtouren oder Bowling. Eine Kochgruppe vermittelt eine gesunde Ernährungsweise.

Hier beantworten wir Ihnen die wichtigsten Fragen zu unserer Ambulanz:

An wen richtet sich die Robert Vogel Ambulanz?

CHANCE ist ein Programm zur Frühintervention, Rehabilitation und Integration von jungen Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen. Willkommen sind alle Personen im Alter zwischen 16 und 40 Jahren, die an einer schweren psychischen Er

krankung leiden und Interesse am Robert Vogel Projekt „CHANCE“ und seinem Behandlungsprogramm mitbringen. Unser Ziel ist eine Steigerung Ihres Wohlbefindens, Ihre (Re-)Integration in das soziale und berufliche Leben sowie ein Vermeiden von Rückfällen in die Erkrankung.

Muss ich bereits die Diagnose haben?

Ja, es muss bereits eine Diagnose vorliegen. Sollte der Verdacht auf das Vorliegen einer psychischen Erkrankung bestehen, erfolgt zunächst eine diagnostische Abklärung in unserem Haus.

Was passiert in der Robert Vogel Ambulanz?

Je nach Ihrem ganz persönlichen Bedarf definieren wir gemeinsam mit Ihnen Ihre persönlichen Ziele und stellen in Absprache mit Ihnen Ihr individuelles Programm zusammen. Das CHANCE-Team aus Ärzten, Psychotherapeuten, Sozialpädagogen, EX-IN Genesungsbegleiter und Sportwissenschaftler steht Ihnen jederzeit als Ansprechpartner zur Seite, um Ihnen die bestmögliche Unterstützung für den Übergang vom Klinikaufenthalt in den Alltag mit ambulanter Betreuung zu ermöglichen und Rückfälle zu vermeiden.

Frühprädiktion und Frühbehandlung

Durch eine verlässliche Voraussage des Behandlungsverlaufs erhält jeder Patient ein individualisiertes Vorsorgeprogramm, um so das Risiko für Erkrankungsausbrüche und Rückfälle bei den oben genannten Erkrankungen nachhaltig zu verringern. Hierzu gehören eine engmaschige ärztliche Betreuung sowie die Anbindung an ein multimodales therapeutisches Setting. Darüber hinaus kann jeder Teilnehmer in Fällen von Krisen direkt mit dem behandelnden Team in Kontakt treten (Krisenambulanz).

Frührehabilitation und Integration:

Schwere psychische Erkrankungen führen häufig zu einer schlechten körperlichen Verfassung, dem Verlust sozialer Kontakte und des Arbeitsplatzes. CHANCE unterstützt Patienten intensiv beim Wiedereinstieg ins Berufsleben („Jobcoaching“). Zudem hilft das Sportprogramm aus Yogakurs, Fitnesskurs sowie Laufgruppe, die körperliche Gesundheit und Fitness zu verbessern. Ein umfangreiches Freizeitangebot fördert darüber hinaus den Wiederaufbau sozialer Kontakte. Auf dem Programm stehen Aktivitäten wie Wandern, Fahrradtouren, Bowling oder Kino. Eine Kochgruppe vermittelt eine gesunde Ernährungsweise. Im Rahmen von psychosozialen Therapien können wertvolle Fertigkeiten (z.B. im Umgang mit fordernden und stressigen Situationen) erlernt und erprobt werden.

Wie häufig muss ich in die Ambulanz?

Zu Beginn erfolgt ein individuelles Beratungsgespräch, um ein individuelles Behandlungs- und Vorsorgeprogramm aufzustellen. Jeder Teilnehmer entscheidet individuell nach seinem Interesse (z.B. Teilnahme an Therapien, Sportkursen, Ausflügen), wie oft er in die Ambulanz kommen möchte und Hilfe/Begleitung in Anspruch nehmen möchte.

Muss ich mich vorher anmelden und/oder brauche ich eine Überweisung?

Bitte vereinbaren Sie per E-Mail oder telefonisch einen Termin oder kommen Sie in die offene Sprechstunde (s.u.). Eine Überweisung ist nicht nötig.

Sprechstunde

Mittwochs von 15 bis16 Uhr im Raum B0.32 (Tagklinik Bibliothek).
Kommen Sie einfach vorbei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Am Anfang informieren wir allgemein über das Programm, im Anschluss kümmern wir uns im direkten Gespräch um Ihr Anliegen.

Kontakt

Termine nach tel. Vereinbarung über die psychiatrische Institutsambulanz (Mo-Fr 9-12 Uhr): 089-4400-53307  oder

via E-Mail: robert-vogel-ambulanz@med.uni-muenchen.de
Spezialambulanz Robert Vogel
Klinikum der Universität München
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Nussbaumstraße 7
80336 München


Wer ist die Robert Vogel Stiftung

Der Stifter Robert Vogel (*1949 – †2013) lebte mit einem Down Syndrom. Er errichtete angesichts seiner eigenen Biografie und getragen von dem Wunsch, andere Menschen mit psychischen und körperlichen Einschränkungen fördern zu wollen, die nach ihm benannte Stiftung. Damit wirkte er zugleich im Sinne seines Vaters, dem bereits 1970 verstorbenen Münchner Verleger Heinrich Vogel, dessen beruflicher Lebensleistung das Stiftungsvermögen zu verdanken ist. Der Zweck der Stiftung ist die Förderung der Behinderten-, Jugend- und Altenhilfe, die Förderung des Wohlfahrtswesens und die Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen, insbesondere solcher Menschen, die psychisch oder körperlich hilfsbedürftig sind.