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Stimulations-Ambulanz - Munich Center for Brain Stimulation

Leitung

Dr. Ulrich Palm, PD Dr. Alkomiet Hasan, Prof. Dr. Frank Padberg

Mitarbeiter

Beatrice Kirsch, Jana Nolden, Mag. rer. nat. Linda Wulf


Neben der medikamentösen Therapie, Psychotherapie und sozialtherapeutischen Ansätzen, sind Gehirnstimulationsverfahren eine vierte Behandlungs-Säule bei psychiatrischen Erkrankungen. Die Elektrokonvulsionstherapie (EKT) ist die effektivste antidepressive Behandlungsform und kann vielen Patienten helfen, die nicht ausreichend auf Medikamente angesprochen haben. Wegen ihrer guten Verträglichkeit haben in den letzten Jahren besonders die nicht-invasiven Gehirnstimulationsverfahren – die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) und die transcranial direct current stimulation (tDCS) – an Bedeutung gewonnen. In der aktuellen S3-Leitlinie zur Therapie der unipolaren Depressionen wird z. B. die rTMS als Behandlungsoption für Patienten genannt, die auf eine medikamentöse Behandlung nicht angesprochen haben.


Hier beantworten wir Ihnen die wichtigsten Fragen zu unserer Ambulanz:

Wer ist bei uns richtig?

In unsere Spezial-Ambulanz können Patienten kommen, die Interesse an einer Behandlung mit diesen Verfahren haben. Zudem sind bei uns Patienten richtig, die gerne an einer wissenschaftlichen Studie teilnehmen wollen, die u.a. im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten German Center for Brain Stimulation (www.gcbs.network ) durchgeführt werden.
Die nicht-invasiven Gehirnstimulationsverfahren werden vor allem bei Patienten mit Depressionen eingesetzt. Eine Anwendung der rTMS ist aber z. B. auch bei Patienten mit chronischen akustischen Halluzinationen im Rahmen einer schizophrenen Psychose möglich. Ebenso können sich (depressive) Patienten vorstellen, die sich für eine EKT-Behandlung interessieren.
Muss ich bereits die Diagnose haben?
Bevor Sie in unsere Ambulanz kommen, sollten Sie mit Ihrem behandelnden Hausarzt, Psychiater, Neurologen oder Psychotherapeuten über die mögliche Anwendung eines Gehirnstimulationsverfahrens gesprochen haben. Es ist zudem sehr hilfreich, wenn Sie Ihre Unterlagen zum bisherigen Krankheitsverlauf und früheren Behandlungen zum ersten Termin mitbringen.

Was passiert bei uns in der Ambulanz?

Bei einem ausführlichen Arztgespräch erhalten wir einen Eindruck von Ihrer Erkrankung und den bisher eingesetzten Therapieformen. Wir können Sie dann individuell bezüglich spezifischer Behandlungsmöglichkeiten beraten. Sollte ein Gehirnstimulationsverfahren für Sie in Frage kommen, betreuen wir Sie während dieser Behandlungszeit in der Ambulanz. Vorab halten wir jedoch Rücksprache mit Ihren behandelnden Ärzten.

Wie häufig muss ich in die Ambulanz?

Erst entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt in der Ambulanz, in welcher Form und wie oft ein Gehirnstimulationsverfahren bei Ihnen angewendet werden soll. Je nachdem kann sich das dann entweder um einen einmaligen Kontakt mit Diagnostik und Beratung handeln, aber auch um eine längerfristige regelmäßige ambulante Behandlung.
Muss ich mich vorher anmelden und/oder brauche ich eine Überweisung?
Sollten Sie gesetzlich krankenversichert sein, benötigen Sie eine Überweisung von Ihrem Hausarzt. In jedem Fall bedarf es einer vorherigen Terminvereinbarung.

Kann ich an Studien teilnehmen?

Ja. Im Rahmen der durchgeführten Studien können Sie auch Stimulationsverfahren erhalten, die gegenwärtig noch nicht in der breiteren klinischen Anwendung verfügbar sind, z. B. spezielle tDCS-Formen oder eine sogenannte deep TMS.


Kontakt

Termine für ein ärztliches Erstgespräch vereinbaren Sie bitte unter Tel. 089/4400-53307
Allgemeine Informationen zur Stimulation bekommen Sie unter Tel. 089/4400-55899

Klinikum der Universität München
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Stimulations-Ambulanz
Nussbaumstraße 7
80336 München